Aber bitte sicher!

Die fatale Suche nach Sicherheit.

Die interessante Frage ist, was Menschen von der Wahrheit abhält, selbst wenn die ganz offensichtlich zu Tage tritt.

Es ist ganz einfach. Eine Meinung zu haben gibt einem erst einmal Sicherheit. Und wenn diese Meinung dann auch noch mit dem eigenen Selbst- und Weltbild zusammenhängt, dann wird die nicht aufgegeben und die lässt man sich auch nicht infrage stellen.

Denn das würde einem die Sicherheit nehmen, die man braucht, um zu überleben – meint man. Doch in Wirklichkeit ist es ganz anders. Hat nicht schon Sokrates sehr, sehr viel über die Welt erkannt? Und war der etwa seiner selbst nicht sicher, war der etwa unsicher? Aber wirklich nicht! Nur was machte ihn eigentlich so selbstsicher?

Er dachte etwas, was heute (und vielleicht auch früher) wohl die meisten Menschen scheuen wie der Teufel das Weihwasser; sein oberstes Denk-Prinzip war nämlich ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘.

Aber wer will schon so klug sein wie Philosoph? Obwohl. Warum eigentlich nicht? Man kann sich ja schon einmal auf den Weg machen. Natürlich nicht so eine Mainstream-Variante, von denen es ja einige gibt.

Ein wenig Liebe zur Weisheit wäre schon ganz gut. Unterscheidet das letztlich nicht den Menschen vom Tier, dass er die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen sucht?

Also dann! Sind wir eben Mensch!