Andere Wege denken

Den inneren Feind besiegen.

Es liegt an uns, ob wir uns aus unsrem gewohnten Leben mit all seinen Konditionierungen, Illusionen und unzulänglichen Annahmen und Vorstellungen lösen können oder eben nicht.

Denn das bedeutet die vermeintliche Sicherheit, dieses falsche Gefühl endlich aufzugeben zu glauben zu wissen, was Wirklichkeit ist, diese grandiose Selbsttäuschung endlich aufzugeben und sich in das Land des Nicht-Wissens zu wagen und das Leben zu ergründen.

Es ist nicht so, dass wir die Regeln des Lebens nicht kennen könnten. Die sind einfach. Wir brauchen nur genau zu schauen, brauchen nur richtig wahrzunehmen und aufzuhören, das Leben erklären zu wollen.

Das ist alles, was wir brauchen, um das Spiel des Lebens zu spielen. Denn genau das ist Selbstorganisation! Wir selbst sind es, die uns dabei im Weg stehen, mit unserer Angst vor dem eigenen Mut, uns auf Unbekanntes einzulassen.

Wir brauchen uns nur ein Beispiel an künstlicher Intelligenz zu nehmen. Warum kann ein PC lernen, der beste GO-Spieler zu werden? Einfach, in dem man ihm die Regeln beibringt, den Rest aber lernt er selbst, und das in kürzester Zeit?

Ganz einfach: Er kennt keine Angst vor Unbekanntem, er sucht sich keine Empfindung zu bewahren und wenn er etwas als nicht zielführend erkannt hat, gibt er es sofort wieder auf.

1. Prinzip: Wir können nicht sehen, was wir (noch) nicht denken können.
2. Prinzip: Wir organisieren uns und unser Gehirn selbst.
3. Prinzip: Das Leben gestaltet sich phänomenologisch.
4. Prinzip: Unsere Haltung lässt uns sein, wie wir sind.
5. Prinzip: Wir sind, was wir denken.

Einige Dinge sind in unserer Gewalt, andere nicht. In unserer Gewalt sind: Meinung, Trieb, Begierde, Widerwille, kurz: Alles, was unser eigenes Werk ist. — Nicht in unserer Gewalt sind: Leib, Vermögen, Ansehen, Ämter, kurz: Alles was nicht unser eigenes Werk ist.
Epiktet

Doch all das werden wir nur dann erfahren und erkennen können, wenn wir den Mut haben, uns darauf einzulassen.