Anders heißt anders

Wirklich anders.

Der, wenn man so will, Weg in ein anderes, gutes, stimmiges, wahrhaftiges und wesentliches Leben beginnt mit der Einsicht in die Notwendigkeit, so zu leben. Dabei darf man nicht vergessen, dass das Alte der Preis für das Neue ist. Dazu muss man bereit sein.

Zu dieser Einsicht kann einen niemand bringen, auch pädagogische Tricks oder Polemik helfen da nicht. Wirklich nicht. Auch Wissen hilft leider nicht, es mag vielleicht indirekt hilfreich sein, aber die Einsicht ersetzt es nicht. Wer nur auf Wissen aus ist, wird beim Alten bleiben. Es ist wie in einem Schaukelstuhl zu sitzen. Man bewegt sich vielleicht, aber man kommt nicht vorwärts.

Man muss absolut bereit sein, das Alte aufzugeben. Immer wieder. Wer sich etwas bewahren will, der sitzt auch in einem Schaukelstuhl. Den anders ist eben anders. Und ob etwas bleibt, das wird man dann sehen. Aber erst muss man bereit sein, sich davon zu lösen. Nicht anzuhaften ist die Eintrittskarte in die Freiheit.

Jeder macht das, was er – und nur er – für richtig hält. Einsicht kann nur dann geschehen, wenn man den anderen wirklich überzeugt. Doch ob das auch absolut richtig ist, wird er nie wissen, nicht einmal, ob es relativ richtig ist. Da hilft nur, es auszuprobieren. Wenn man das, was man glaubt, als richtig erkannt zu haben, nicht auch lebt, sitzt man nur wieder im Schaukelstuhl. Man wird nie erfahren, ob es stimmt oder nicht.

Aber was ist jetzt bitte richtig? Was macht man mit einer Wohnung, die in Unordnung ist? Aufräumen! Was macht man mit einem Denken, das in Unordnung ist? Aufräumen! Aber beides wird man nicht tun, wenn man es nicht sieht, wenn man nicht sieht beziehungsweise sich eingesteht, dass Wohnung oder Denken in Unordnung sind. Das eigene wohlgemerkt, nicht die anderer. Betrifft Wohnung wie Denken gleichermaßen.

Aber dann hat man ein Problem. Jeder erzählt einem was anderes, erklärt einem eine andere Ordnung. Dabei ist es ganz einfach. Die Natur organisiert sich selbst (ja, die macht das auch!) ich einigen wenigen Prinzipien. Die Vielfalt darf einen aber nicht davon ablenken, dass alles auf den identischen Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten basiert. Also muss man die erst einmal herausbekommen.

Und dann? Anfangen! Tun, was zu tun ist!

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