Bin ich mein eigener Feind?

Irgendwie schon. Das aber zu erkennen und zu akzeptieren befreit mit einem Schlag.

Was ist das denn für eine bescheuerte Frage, könnte man denken. Aber genau genommen, wer kann einem schon wirklich im Weg stehen, außer man selbst? Dass andere Menschen nicht immer das tun, was man von ihnen möchte, hat genau das damit zu tun: Man möchte etwas von ihnen.

Und es gibt kein Gesetz, jedenfalls ist mir keines bekannt, das anderen untersagt, bescheuert, egoistisch oder gar kriminell zu sein. Natürlich sollte niemand so sein, aber kann ich erwarten, dass die anderen sich alle daran halten? Nein, kann ich nicht, auch wenn das sehr bedauerlich ist. Und manchmal ausgesprochen ärgerlich.

Also, wenn mir jemand im Weg stehen kann, dann nur ich selbst. Hört sich übel an. Doch das ist es nur so lange, so lange wir genau das nicht wahrhaben wollen, es nicht akzeptieren wollen. Doch in dem selben Moment passiert das Selbe wie mit jedem Problem, wenn es in seiner Gänze wahrgenommen wirst: Es löst sich auf und ist kein Problem mehr, statt dessen wird unmittelbar offensichtlich, was zu tun ist.

Probleme laufen immer unter dem Motto ‚Ich sehe das Offensichtliche nicht‘. Nur manchmal können wir es nicht und manchmal wollen wir es einfach nicht sehen. Und genau dadurch wird offensichtlich, dass wir manchmal unser eigener Feind sind. Nämlich dann, wenn wir etwas nicht wahrhaben wollen.