Die Hierarchie der Macht.

Wenn der Ober den Unter sticht …

Étienne de La Boétie stellt  in seinem Buch „Gegen die freiwillige Knechtschaft“ die wirklich interessante Frage, warum Menschen so bereitwillig auf ihre Freiheit verzichten. Die Antwort gibt er selbst mit einem Satz, der an seiner Schärfe nichts verloren hat: 

„Der Tyrann kann seine Tyrannenschaft nur ausüben, weil er eine Reihe kleiner Tyrannen unter sich hat, die wohl selbst Angst leiden, aber ihrerseits Angst verbreiten.“

Das Buch wurde vor 1550 geschrieben. Richtig, 1550! Aber es ist so aktuell wie eh und je. Genau so unterwirft sich der Mensch der Moderne seinem Brötchengeber wie dem Mainstream, der herrschenden Meinung und dem „gesunden Menschenverstand“, nur weil er sich etwas davon verspricht und letztlich ein Stückchen von der Macht und dem Einfluss abhaben möchte.

Das ist das Eine. Das viel Wichtigere aber ist, wie man selbst merken kann, dass man dieses wirklich saublöde Spiel selber mitspielt. Ganz einfach: Man achte einfach nur darauf, was man wie und mit welchen Worten sagt. Wegducken ist so wenig eine Option wie draufhauen. Was bleibt einem aber dann noch übrig? 

Klartext reden! Auch wenn den viele nicht hören mögen.