Die innere Ruhe wiederfinden

Warum verlieren wir die eigentlich überhaupt?

Als wir uns kürzlich über Dieses und Jenes unterhielten, fiel diese Bemerkung: Die innere Ruhe wiederfinden. Was bei mir fast reflexartig die Frage auslöste, warum wir die überhaupt verlieren.

In unserer Wohlfühlgesellschaft mit ihrer weit verbreiteten Wohlfühlmentalität bis hin zur Wohlfühlspiritualität, finden sich haufenweise Informationen und Angebote, wie man seine innere Ruhe wiederfinden könne. Es gibt ja einen regelrechten Wohlfühlmarkt. Dabei ist die wirklich entscheidende Frage doch, warum verlieren wir die innere Ruhe überhaupt? Und warum beantworten einem nur so wenige diese Frage?

Ich glaube, es ist ganz einfach, jedenfalls ist das meine Erfahrung. Solange wir im Falschen leben, kann es nichts Richtiges geben. Adorno lässt grüßen. Solange wir uns in einem falschen Lebenskontext bewegen, können wir unsere innere Ruhe nicht bewahren. Wie auch? Falsch ist nun einmal falsch.

Wir Menschen müssen nicht unsere innere Ruhe wiederfinden, sondern wir müssen uns aus dem Falschen lösen. Und dazu gehört auch, dass wir uns endlich aus Konventionen zu lösen bereit sind. Ich bin mir bewusst, dass ich mir dabei relativ leicht tue, einfach, weil ich nicht mehr Teil dieses Wirtschaftssystems bin.

Aber das Erfreuliche ist, dass das mehr und mehr Menschen sehen. Vielleicht ist das ja das letzte Aufbäumen eines kranken Systems. Wer weiß? Aber die Frage ist, was man richtig tun kann. Es beginnt damit, sein Leben unter dem Aspekt zu sehen, dass es falsch ist, weil es im Falschen gegründet ist. 

Also geht es darum, vorausgesetzt man hat diese Erkenntnis, das falsche System zu verlassen. Konsequenter Entschluss dann Schritt-für-Schritt-Umsetzung. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass wir tun, was und wie wir sind. Es sei denn, wir organisieren uns völlig anders.

Darüber zu reden, das würde uns unsere innere Ruhe wiederfinden lassen. Wahrscheinlich schneller als wir uns vorstellen können.