Eine bestimmte Kultur kann man weder verordnen noch lernen.

Es ist eine Frage der inneren Notwendigkeit, ob man sie lebt oder eben nicht.

Das bezieht sich auch auf eine ‚Denk-Kultur‘, wobei es im Grunde immer nur eine ‚Gesamt-Kultur‘ gibt, die ein Mensch eben lebt. Und da kann es leider auch passieren, dass man eine mit der Wirklichkeit der anderen nicht kompatible Denk-Kultur hat. Und das lässt einen dann eben Wirklichkeit vielleicht nicht so erkennen, wie man sie erkennen könnte. Oder es ist genau anders herum.

Wobei ich beileibe niemandem sagen möchte, wie er zu denken hat. Geht ja auch gar nicht. Aber ich bin der Überzeugung, dass es bessere und schlechtere Arten gibt, wie man Wirklichkeit erkennen kann. Im Sinne des Ganzen. Auch wenn Wirklichkeit nie wirklich beschreibbar ist, kann man doch mehr oder weniger umfassende Feststellungen darüber treffen. Und darüber sollte man reden.

Jeder macht sich ja sein Bild von der Welt und damit auch über das, was er für wirklich und damit auch seine Annahme für richtig hält. Doch das ist eine gewaltige Gemengelage. Und jede Menge Annahmen. Und die können schlicht und einfach falsch sein. Annahmen haben das so an sich, dass sie eben von etwas Falschem ausgehen können.

Gerade bin ich über diese Aussage gestolpert: Bitte, weichen Sie nicht aus. Sie sind verantwortlich dafür, die Ursache dafür zu finden, warum sich die Welt in diesem Zustand befindet. Jiddu Krishnamurti hat das einmal gesagt. Ganz schön heftig. Aber ein Satz, dem ich zustimme. Nicht grundsätzlich, sondern vollinhaltlich. Weil ich auch davon überzeugt bin, dass sein Satz ‚You are the world‘ zutrifft. Schließlich ich bin der Überzeugung, dass der ganze Kosmos in mir ist wie in allem anderen ist und ich kein abtretbares Teil davon bin.

Ob man das ein Hologramm nennen kann, keine Ahnung. Aber etwas nur in Gedanken Teilbares. Aber das kann man nicht verordnen. Finde ich zwar angesichts der Schieflagen in der Welt traurig, aber so ist es nun einmal. Verordnen lässt sich das wirklich nicht. Dazu braucht es Einsicht. Aber es macht nicht plötzlich ‚Pling!‘, und das war es dann. Die Einsicht braucht nämlich die Umsetzung, damit das Gehirn sich entsprechend umbauen kann, wenn notwendig. Manche machen es auch umgekehrt, die fangen gleich mit einer (anderen) (Denk-) Kultur an, einfach, weil sie darauf vertrauen und intellektuell davon überzeugt sind, und es macht dann später ‚Pling!‘. Aber meist schneller, lässt man sich wirklich darauf ein. Ist jedenfalls meine Erfahrung.

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