Es beginnt mit Fragen

Wer keine Fragen hat, der bleibt, wo er gerade steht.

Es wird ja so viel über „Augenhöhe“ geredet. Was scheinbar manche veranlasst zu glauben, sie seien genauso schlau wie ihr Gegenüber. Was sie vielleicht überhaupt nicht sind. Sicherlich als Mensch, aber intellektuell und persönlich? Doch nicht sie sind das Problem, sondern das Gegenüber. Also meistens. Zumindest oft.

Es fängt nämlich immer damit an, sich darüber im Klaren darüber zu sein, ob der andere überhaupt hören will was man eigentlich so über das denkt, was er da gerade von sich gibt. Und das zu merken ist ganz oft verdammt schwierig. Da kann ich aus Erfahrung eine Menge Geschichten beisteuern. Alle selbst erlebt.

Gestern habe ich mich mit einem Nachbarn unterhalten. 10 Jahre alt. Wir kamen drauf, wie er mit mir reden und was er aus meinem Wissenspool abgreifen könnte. Ganz einfach: Er fragt, ich antworte mit meiner Ansicht, er entscheidet, was er damit macht. Ins Gehirn oder in den Papierkorb.

Heißt auf Deutsch: Nur wer fragt, dem kann geholfen werden. Und wer nicht fragt, der erfährt eben nichts Neues. Und die Anderen, so wie ich, die müssen lernen die Klappe zu halten, wenn sie nicht gefragt werden. Und auch nicht glauben, sie wären gefragt, nur weil eine oder einer sich nur mal eben den Frust von der Seele reden will.

Dabei bräuchte man demjenigen nur sofort sagen, dass man sich nicht als Papierkorb für irgendwelches BlaBla eignet. Und dazu auch keine Lust hat. Wenn einem da nur nicht ständig die Konvention in die Quere käme. Aber das ist nichts Neues. Wüsste schon Konfuzius. Seine Meinung dazu:

Wer nicht fragt, bleibt ein Leben lang dumm.
Wer fragt, nur für 5 Minuten.“