Gewalt im Namen Buddhas?

Manches ist nicht das, was es zu sein scheint.

Gerade lese ich diese Gedanken im Netz: Erschreckt blickt der Westen auf Gewaltausbrüche in buddhistisch geprägten Ländern, wie jüngst in Burma. Ist der Buddhismus nicht per se eine gewaltlose Religion?

Darüber will ich hier nichts schreiben. Sondern nur feststellen, dass kein System, keine Religion, keine Doktrin oder sonst irgendetwas in dieser Art gewalttätig sein kann. Denn all das gibt es nicht. Es sind nur Beschreibungen für das (mehr oder weniger) kollektive Verhalten des einzelnen Menschen.

War im Dritten Reich wirklich alleine Hinter das Problem? Oder waren es nicht eher die Menschen, die für diese menschenverachtende Ideologie standen und einstanden? Und genau deswegen sage ich, das Viktor Frankl absolut Recht hat:

Es beginnt und endet immer bei dem Einzelnen.

Jedem Menschen werden vom Leben Fragen gestellt. Und die kann er nur für sein eigenes Leben beantworten. Vor dem Leben selbst kann er sich nur verantworten, indem er verantwortlich ist.

Das sage nicht ich, das sagt er. Aber es ist absolut auch meine Meinung. Keine Religion, kein Wirtschaftssystem, keine Gesellschaft kann uns unsere Verantwortlichkeit nehmen. Die bleibt uns, definitiv. Wir können uns immer nur auf uns selbst beziehen, auf nichts anderes.