Ist es bereits fünf vor zwölf?

Oder alles nur ein kosmischer Witz?

Ich habe viel zu wenig Ahnung von der Erde und ihren Abläufen, als dass ich glauben könnte, die Entwicklung der Erde vorhersagen zu können. Sicher ist für mich nur, dass die Erde sich angesichts der bereits stattgefundenen grundlegenden Wandlungen verändern wird. Man braucht sich nur einmal vor Augen zu führen, dass das Himalaya-Gebirge einmal Meeresboden war.

Das Dumme ist nur, und das ist meine Überzeugung, dass der Mensch dabei ist, in das Rad der Geschichte und des Lebens einzugreifen. Ob er dabei nur die Menschheit in Gefahr bringt oder die gesamte Natur – keine Ahnung. Aber ich befürchte, dass er vieles in sein Grab mitnimmt, wenn er nicht endlich aufwacht.

Aber was, wenn alles nur ein kosmischer Witz ist und sich die Götter vor Lachen den Bauch halten über die Ignoranz des Menschen? Das wäre, außer natürlich für die Götter, für uns auch nicht wirklich lustig. Also wäre aufwachen eine gute und sinnvolle Option.

Wir hier in den Industrieländern tun uns ja relativ leicht, Kriege führen wir ja nicht bei uns, die werden outgesourct. Und dass wir auf Kosten anderer leben, was soll´s. Das ist nicht schrecklich, es ist ganz einfach menschenverachtend. Und wir können ‚denen da oben‘ nicht die Schuld dafür geben, denn die wählen wir oder arbeiten für sie. Wir regen uns lieber über Nestlé auf als über uns selbst. Wie heißt es doch? Mitgefangen, mitgehangen. Aber wen kümmert das überhaupt?

Und wer denkt schon mal über seinen Tod hinaus? So ziemlich alle machen sich Sorgen um ihr Leben. Aber das Leben der Menschheit? Wen interessiert das? Und genau das ist das Problem. Es wird zu viel, viel zu viel an sich selbst gedacht und nicht an das, was wir hinterlassen werden.

Dabei wäre es doch so einfach. Nicht, um das ganze Problem zu lösen, aber um den ersten Schritt zu tun und endlich einmal anzufangen. Denn dann wüssten wir mit hoher Wahrscheinlichkeit, was dann als nächstes dran wäre. Wenn wir aber gleich die komplette Lösung haben wollen, machen wir garnichts. Dann bleibt es eben ein Traum. Und selbst wenn nichts passieren würde, was mir sehr, sehr unwahrscheinlich erscheint, also selbst wenn, ein Näher-dran an der Wirklichkeit hat doch auch was, oder nicht?

Also, was wäre zu tun? Eigentlich wenig. Einfach nur die Realität sehen, wie sie wirklich ist. Aufhören auszublenden, was wir schon längst wissen. Für den, der dazu bereit ist, ist es einfach. Einfach einmal das Ganze betrachten und nicht nur sich selbst. Und da höre ich schon wie viele erwidern würden, würden sie das lesen, dass sie das doch tun.

Nein, das tun sie nicht, nicht solange sie die Welt und sich nicht als das in sich differenzierte Eine sehen und auch so handeln.

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