Komplex ist wirklich einfach und definitiv nicht kompliziert 

Man braucht nur ‚anders‘ zu denken.

Es passiert mir immer wieder, dass Andere meine Texte für kompliziert halten. Was ich überhaupt nicht finde. Ich finde meine Texte sogar eher simpel. Wer aber hat jetzt recht? Ich würde sagen, beide haben recht.

Es ist nämlich ganz einfach. Was ich in meinen Texten zu beschreiben suche ist die Welt, wie sie von den Quantenphysikern und von Zen- beziehungsweise Chan-Menschen wahrgenommen und verstanden wird. Geht man an eine solche Darstellung aber mit einer mechanisch-strukturierten Denke heran, dann versteht man die Texte erst einmal nicht.

Es ist so, wie Robert Pirsig es in seinem Buch ‚Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten‘ beschreibt: Man schaut auf dasselbe, spricht über dasselbe und denkt an dasselbe, nur schaut, spricht und denkt jeder aus einer ganz anderen Welt heraus.

Was also tun? Ganz einfach: Sich einlassen. Heißt vor allem nicht rational verstehen zu wollen, sondern in die Texte eintauchen, um sie intuitiv zu erfassen. Natürlich muss man dazu die eigene Meinung erst einmal zum Schweigen bringen. Und genau das ist kompliziert – bis man es endlich macht. Dann ist es nämlich ganz einfach.

Natürlich gibt es auch bei der Betrachtung komplexer Themen Raum für Logik. Aber eben nicht immer, manchmal ist eben auch der Raum für ein Tetralemma notwendig. Ein Tetralemma erfasst man eben nur intuitiv – und nicht mit dem mechanisch gedrillten Verstand. 

Wichtig ist dabei, dass man sich einlässt. Das ist übrigens gar nicht schwierig. Kleine Kinder machen das ganz selbstverständlich. Erwachsenen fällt das erst einmal schwer, ganz einfach deshalb, weil ihr Ego darunter leidet. 

Ein Ego, sich einzulassen und intuitives Denken sind nämlich keine wirklichen Freunde. Wohl eher das Gegenteil. Die mögen sich überhaupt nicht. Absolut nicht, denn wo der eine ist, kann der andere nicht sein.