Lust auf was Neues?

Oder doch lieber das Altbekannte?

Kinder haben es da gut. Die sind von Natur aus neugierig. Manchmal vorsichtig, aber immer wissbegierig, immer auf Neues aus, regelrecht gierig, was zu lernen. Tiere übrigens auch, jedenfalls meistens. Hängt auch mit ihrer Sozialisation zusammen. Rudeltier oder Einzelgänger. Aber der Kindern wird das bald abgewöhnt. Bei manchen Tieren ist das schon schwieriger.

Und die meisten Erwachsenen? Eher so etwas in Richtung Schafherde. Ängstlich, vorsichtig, immer auf der Hut. Leicht zu dirigieren. Bis auf die wenigen schwarzen unter ihnen, die immer wieder mal gegen den Stachel löcken.

Da wird lieber laut im Chor geblökt und man rennt in die selbe Richtung. Statt sich einmal zu überlegen, warum man eigentlich macht, was man da so macht.

Nur: Ist das jetzt die Natur des Menschen oder ein Dressurakt? Und wer kann das ändern? Muss man den Dompteur zum Teufel jagen – oder muss man selbst damit aufhören, sich wie ein Schaf sagen zu lassen, was man zu tun hat?

Logisch. Man muss selber aufhören. Aber dann? Tja, dann muss man erst einmal damit klarkommen, das es weniger kuschelig warme Schafswolle um einen gibt. Das ist dann wieder so eine Entscheidung: Lust oder Frust. Also fasst man sich ein Herz und wandert alleine durch die Welt.

Man muss nur aufpassen, dass man nicht gleich wieder einen Fallrückzieher in Richtung Einsamkeit macht, wenn man sich nicht doch lieber gleich wieder in die Herde der anderen zurück beamt, weil es da lustiger ist.