Matrix-Gedanken

Manchmal kann einem Phantastisches den Weg zur Erkenntnis ebnen.

Seit geraumer Zeit hatte ich das immer drängender werdende Gefühl, dass etwas nicht stimmt in der Welt. Es war wie ein Traum, in dem ich gefangen war, ein Albtraum, aus dem es kein Entkommen gab.

Was war Traum, was war Wirklichkeit? Ich könnte es nicht mehr unterscheiden. Realität verschwamm zu etwas Diffusem, wurde immer unwirklicher, unfassbarer, irrealer. Es war wie ein Splitter im Kopf. Ich wurde es nicht mehr los.

Genau daran musste ich denken, als ich kürzlich wieder einmal den Film ‚Matrix‘ ansah. Das waren die Empfindungen, die der Protagonist Neo hatte. Und es waren genau die selben Empfindungen, die auch ich früher hatte.

Neo hat in dem Film Morpheus, der ihm den Weg zeigt, um zu erkennen, was wirklich ist. Oder der ihm, besser gesagt, mit der Entscheidung konfrontierte, die richtige Pille zu nehmen, wenn er denn sehen wollte, was hinter all dem steckte, was er ihm Grunde nur ahnte. Gut, ich hatte leider keinen Morpheus, aber auch ich wurde mit der Entscheidung konfrontiert, mich auf dieses ‚komische‘ Gefühl einzulassen und es endlich zu ergründen, zu untersuchen, was die Ursache war.

Die fand ich nicht wirklich, es ist immer noch ein Fragezeichen für mich,  irgendwie unerklärlich und letztlich irgendwie nicht nachvollziehbar, warum der eine derart mit der – für ihn – scheinbaren Realität hadert, wie ich es tat, der andere aber überhaupt kein Problem mit dieser Realität hat. Aber ich erkannte eine, man könnte es so nennen, eine andere Realitätsebene dahinter, nicht absolut sicher wirklich, aber definitiv wirklicher, stimmiger.

Als ich so darüber nachdachte fiel mir auf, dass ich schon immer einen Hang zu Phantasy und Science-Fiction hatte. Aber ich verlor mich nicht darin, sondern suchte immer wieder die Parallelen in meiner Welt, meinem Erleben zu finden. Es gab – und gibt – wohl nichts, was ich nicht immer wieder hinterfragt hätte – vor allen Dingen mich selbst.

Und genau das hat mir geholfen, scheinbar Unsinniges für möglich zu halten, darüber nachzudenken um es am Ende als stimmig zu erkennen. So wie bei den Film Matrix. Denn wir leben tatsächlich und nicht irgendwie in einer Matrix, und die gilt es zu erkennen, um sich daraus lösen zu können.