Sorgen oder doch nicht?

Bewusst zu leben heißt Abstand von der Sorglosigkeit zu nehmen.

Wer kleine Kinder hat, der kennt das. Man lebt nicht unbedingt bewusst, wenn man sich Sorgen um sie macht, sondern wenn man für sie sorgt. Bei den eigenen Kindern ist das klar, aber sonst? Also für sich selbst sorgen, okay. Aber auch für den Nachbarn? Nicht nur, wenn man mit ihm gut bekannt oder gar befreundet ist? Ja, warum eigentlich nicht?

Schwierig wird es mit Menschen, die sich zumindest für das eigene Empfinden nicht an das soziale Kommitment halten. Da wird es schon mal ziemlich komplex, denn diese Beurteilung hängt ja nicht allein von der eigenen Perspektive ab. Da bräuchte es dann schon einen neutralen Dritten. Wenn der dann das Verhalten des Anderen auch als nicht korrekt beurteilt – wieso sollte man für so jemanden Sorge tragen? Also manche machen das ja trotzdem; dazu braucht man ein Helfersyndrom oder eine gewisse Bereitschaft zur Übergriffigkeit. Aber im Ernst: Warum sollte man für so jemanden Sorge tragen?

Hier wird es knuffig. Verstehe ich – zumindest die Welt – als einen lebendigen Organismus – und das sagen nicht nur Phantasten, sondern immer mehr Wissenschaftler -, dann kann mir das einfach nicht egal sein. Also den anderen einfach sein lassen, wie er eben ist, das geht nicht. Ihm hingegen zu sagen, was er zu tun hat, das geht aber auch nicht.

Ein weites Feld für alle Berater und Coaches, sich dafür die richtige und passende Strategie auszudenken!