Was ist nur mit der Menschheit los?

Eigentlich einfach zu erklären.

Was unterscheidet den Menschen von der übrigen Natur? Eigentlich wenig. Nur seine Fähigkeit, seine ‚naturgegebene‘ Grenzen zu überwinden – warum auch immer. 

Die Natur – leider mit Ausnahme des Menschen – folgt klaren und eindeutigen Gesetzmäßigkeiten. Der Mensch macht sich seine eigenen Gesetze. Und das schafft ihm Probleme. Und das immer mehr.

Aber das wäre eigentlich kein wirkliches Problem, denn der Mensch hat ja auch die Fähigkeit zur Vernunft entwickeln können. Warum dann aber das ‚wäre‘? Vernunft kann man jederzeit gebrauchen, also vernünftig sein. Oder man lässt es eben sein. Darum das ‚wäre‘.

Man kann leider niemanden verpflichten, vernünftig zu sein. Wirklich blöd. Aber man ist ja selbst oft genug damit beschäftigt, Vernunft im eigenen Denken und Handeln überhaupt walten zu lassen.

Und genau das ist das Problem. Jeder hat Vernunft. Aber nicht jeder setzt sie auch ein. Und man kann niemanden, wirklich niemanden, verpflichten, vernünftig zu denken und zu handeln.

Tja. Eigentlich wäre alles kein Problem. Eigentlich. Hätte der Mensch wirklich keinen freien Willen, dann wäre er wahrscheinlich durchgehend vernünftig. Die Freiheit des Mensch besteht vielleicht wirklich darin, dass er vernünftig sein kann. Wenn er das sein will.

Und genau darum das ‚eigentlich‘.