Was mache ich hier eigentlich?

Warum sagt mir das niemand? Muss man alles selbst herausfinden?!

Gerade habe ich einen Artikel über eine Gruppe von Quantenphysiker gelesen, die doch allen Ernstes behaupten, wir, also auch ich, hätten schon immer existiert und wir würden immer existieren. Und das Schlimme dabei ist, dass ich dazu tendiere, ihnen zu glauben. Erklären kann ich das nicht, ist eher nur so ein Gefühl. Und dann (ich glaube, ich lese einfach zu viel!) kam mir ein Text über Selbstfindung in die Finger. Mit der einfachen (!!) Frage, wie man denn wirklich sei beziehungsweise, wie man das herausbekommen könne.

Wenn ich so etwas in die Hände bekomme, dann kommt mir immer in den Sinn, dass man doch erst einmal wissen müsse, ‚was man überhaupt ist. Stellt sich die Frage nach dem ‚wie‘ nicht irgendwie ganz anders, je nachdem, wie man das ‚was‘ beantwortet? Wenn mich jemand fragt, ‚Na, wie fährt es denn?‘ dann wäre meine Rückfrage sofort, was er denn meint. Mein Auto? Mein Fahrrad? Mein Motorrad? Oder was?

Ich habe nämlich das Gefühl, dass sich die Frage nach dem ‚wie‘ nicht mehr wirklich und wenn überhaupt, dann doch ganz anders stellt, haben wir erst einmal die Frage nach dem ‚was‘ geklärt. Bis dahin sollten wir natürlich nicht die Hände in den Schoß legen, sondern weiter unser Bestes tun, ausgehend von dem, was wir wissen. Auch wenn wir damit vielleicht falsch liegen. Aber das ist besser als ‚weiter so‘ und den Kopf in den Sand stecken. Das machen viele Politiker und Wirtschaftsbosse doch schon, auch wenn das Pferd schon lange tot ist, das sie reiten wollen. Aber sind wir selbst zwar nicht tot, aber doch scheintot, wenn wir nicht wissen, was wir überhaupt sind? Können wir uns dann, bildlich gesehen, überhaupt ‚reiten‘?

Gute Frage, oder finden Sie nicht?