Wir haben die Wahl

Es ist definitiv unsere Entscheidung.

Das Leben ist erst einmal (noch) wie die Reise mit einem Segelboot oder -Schiff von einem sicheren Hafen hinaus in die unbekannte Welt. Die Zeit ist klar, doch nicht, wo der Wind uns hintreiben wird.

Die einen setzen keine Segel und bedienen das Ruder nur zögerlich, vielleicht dass sie einen Treibanker ausbringen, damit sie in den Stürmen des Lebens nicht untergehen. Den Weg aber weist ihnen der Mainstream des „gesunden Menschenverstandes“ und sie tun, was man ihnen sagt. Sie landen da, wo so ziemlich alle landen. Manche versuchen mit Paddeln ihren Kurs ein wenig zu bestimmen, auch wenn sie keine Seekarten haben.

Nur wenige setzen wirklich die Segel und bedienen das Steuerruder, navigieren nach ihren Seekarten und setzen den Kurs dorthin, wo sie hin wollen und nicht dorthin, wo es die Anderen hintreibt. Und manchmal segeln sie eben gegen den Wind. Ich weiß, das ist ein extremer und unwirklich scheinender Vergleich. Aber er ist stimmig, denn genau so ist es tatsächlich im ganz normalen Leben. 

Solange wir noch in der Konvention feststecken und mit den Wölfen heulen, nur damit es uns weiterhin „gut“ geht, zwar längst nicht allen Menschen auf der Welt, aber doch immerhin uns selbst, solange wir uns noch bereitwillig manipulieren lassen, nur um selbst zu glauben, wir hätten einen Zipfel der Macht in der Hand, solange fassen wir uns kein Herz und ergründen nicht, was wirklich ist. Obwohl wir das schon längst wissen könnten und es mittlerweile auch wissenschaftlich belegt ist. Nur wir, jedenfalls die Mehrheit von uns, sind einfach noch nicht bereit, daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Warum auch immer, welche Rechtfertigung und „Erklärung“ wir auch dafür haben – wir schaufeln uns als Gesellschaft das eigene Grab.

Aber das ist unsere Entscheidung. Wir bräuchten uns nur endlich aus der Konvention zu verabschieden und sehen zu lernen, was ist. Diese Entscheidung kann uns niemand abnehmen, da sind wir definitiv selbst gefordert. Treffen wir diese Entscheidung, dann ändert sich noch nichts schlagartig, aber wir können wie gesagt lernen zu sehen, was wirklich ist – statt weiter wie erstarrt in der Illusion zu verharren.

Doch was bringt uns aus der Illusion heraus, was kann uns befreien? Das können natürlich nur wir selbst, aber was würde uns dabei helfen? Was kann uns belastbare Grundlagen bieten, worauf wir dann wieder unsere Philosophie aufbauen können? Wir haben etwas aus unseren normalen Betrachtungen ausgenommen, was aber hineingehört : Die Wissenschaft. Wohl im Mittelalter „trennten“ sich Wissenschaft und Philosophie definitiv voneinander und wurden als „irgendwie“ nicht mehr miteinander kompatibel angesehen. Warum auch immer. Doch das könnte sich ändern, wenn wir nur aufmerksamer hinschauen würden. 

Mittlerweile könnten Wissenschaft und Philosophie schon längst wieder gemeinsam den Lauf der Dinge betrachten. Obwohl, ganz stimmt das nicht, denn die frühen Quantenphysiker taten das und auch heute gibt es noch einige, die das tun. Doch die darin liegende Chance wird allgemein wohl noch nicht gesehen. Pech für die Menschen. Was also tun?  Ich habe gerade einen Auszug aus dem Film „Bleep“ gesehen, der mit diesem Satz betitelt war: „Sei vorsichtig, was du denkst, es könnte die Welt verändern.“ Der Satz ist aber schlichtweg falsch. Es ist das „könnte“, das völlig deplatziert ist. Was wir denken gestaltet die Welt, ob uns das klar ist oder eben nicht. Hat man das begriffen, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man jammert, dass die anderen sich um solche Dinge einen Dreck scheren – oder man achtet einfach darauf, was und wie man denkt.

Ja, wir haben wirklich die Wahl. Und das hat Auswirkungen nicht nur auf unser Leben, sondern für die Welt. Das sollten wir nicht vergessen.