Wirklichkeit, anders betrachtet

Die Chance erkennen, die darin liegt.

Es scheint seltsam zu sein, dass wir heute scheinbar immer weniger Bescheid wissen, was die Wirklichkeit tatsächlich ist. 

Aber ich glaube, dass das tatsächlich nicht stimmt. Wir wissen sehr genau beziehungsweise können uns leicht davon überzeugen, dass Wirklichkeit nicht das ist, was wir bisher darüber dachten und zu wissen glaubten. Wirklichkeit ist das, was sich ereignet. Viel mehr kann man wohl nicht sagen.

Das ist das eine. Das andere ist, sich der damit einhergehenden Verunsicherung bewusst zu werden und zu sein. Nur dieser Bewusstwerdungsprozess ist in der Lage, der diffusen Angst den Garaus zu machen. Denn diese Angst ist irreal, daher muss man nichts tun, außer sie zuzulassen. Einfach zulassen. Nichts tun.  Kostet am Anfang Überwindung. Aber dann erkennt man sehr schnell, dass sie keine Substanz hat – weil es eine Illusion ist.

Und dann? Was hat sich dann geändert? Erst einmal nichts. Alles ist noch wie vorher. Nur mein Denken ändert sich mit der Zeit. Und genau darum geht es, um nichts sonst.

Um dies zu verstehen, gibt es mehrere Wege. Einer davon ist unkonditioniertes Chan-(Zen-)Denken. Oder die Beschäftigung mit den Bedeutungen der Quantenphysik für die eigene Existenz. Sicher gibt es auch andere, nur die kenne ich nicht.

Warum aber sollte man sich darauf einlassen? Ganz einfach: Bin ich mit der Wirklichkeit nicht im Einklang, eiere ich herum. Bin ich aber mit der Wirklichkeit im Einklang, kann ich meine Potentiale ausschöpfen.

Wenn das keine Chance ist!