Wissen, Bewusstsein und Können

Phänomene, die man tunlichst auseinander halten sollte.

Das eine ist, dass es prozesshaft Phänomene und keine klar definierten Zustände sind. Was wäre ein Auge ohne ein Gehirn und ein Herz ohne Blut?

Also muss man diese Begriffe erst einmal ihrer vermeintlichen Statik entledigen und sie aus dem fest umrissenen Definitionsfeld befreien, das sie in unserem üblichen Denken einnehmen. Aber es ist einfach praktisch, mit solchen Begriffen zu arbeiten, auch wenn sie die Wirklichkeit des Gehirns nicht wirklich beschreiben können. Aber wenn man das weiß, dann kommt man trotzdem weiter. Sprache ist nun mal so.

Wenn ich über Wissen verfüge, dann weiß ich zum Beispiel, dass ich mit meinem Motorrad so schräg durch Kurven fahren kann, dass die Fußrasten gelegentlich leichten Kontakt zum Boden bekommen. Aber das weiß ich nur, bewusst ist es mir deswegen noch lange nicht. Das wird es erst, wenn ich nicht mehr in einem physikalischen Diagramm darüber nachdenke, sondern es nicht-denkend denke, wenn dieses Wissen immanentes Wissen geworden ist. Die Brücke zwischen Wissen und Bewusstsein ist es auch zu tun. Ganz praktisch. Es beispielsweise verifizieren. Und das kann man bei allem, was man zu denken in der Lage ist.

Noch etwas anderes ist es, dieses Wissen über mein Bewusstsein hin zu Können zu transformieren. Das heißt es zu praktizieren. Manchmal steht die Angst zwischen Bewusstsein und Können. Und das ist nicht nur beim Motorradfahren so! Immer wieder müssen wir uns unserer Ängste bewusst werden, die wir dann aufzulösen haben – indem wir praktizieren und so unsere Ängste konfrontieren.

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