Worüber es sich lohnt nachzudenken

Die Welt befindet sich gerade in einer gewaltigen Umbruchsituation.

Nicht nur die globale Erwärmung, auch die vielfältige Verschmutzung nimmt zu, ob durch Plastik, radioaktiven Müll, nichtabbaubare Medikamente im Grundwasser, Veränderung der Oberflächenstruktur, Lichtverschmutzung – die Liste ließe sich problemlos fortsetzen.

Die Frage, die ich mir immer wieder stelle, ist, was hat das mit uns Menschen zu tun – nicht mit dem, was wir tatsächlich machen, das ist ja offensichtlich für den, der sehen will, sondern mit dem, was wir nur denken. Grundsätzlich gehe ich ja davon aus, dass die Welt und der Kosmos ein Lebewesen sind. Wir müssen uns die Welt ähnlich wie ein Organ und den Menschen wie eine Zelle vorstellen. Oder so ähnlich. Jedenfalls lebendig, keine tote Materie.

Wenn ich mich selbst betrachte, dann ist es ja so, dass meine Gedanken und Erwartungen einen unmittelbaren Einfluss auf meine Gesundheit haben. Nicht immer direkt, auch nicht immer bewusst, aber anhaltende psychische Probleme schlagen sich auf die Dauer nieder, wenn ich nicht auf andere Gedanken komme.

Und wenn man davon ausgeht, wie etwa die Quantenphysiker, dass der Kosmos in letzter oder besser in erster Konsequenz Geist ist, dann muss ich wohl davon ausgehen, dass der kosmische Geist gleichermaßen in jedem Lebewesen ist – auch in jedem Menschen. Bedeutet das dann aber nicht auch, dass die Gedanken der Menschen (von Tieren nehme ich an, dass es auch so ist) auf den Geist der Welt und letztlich auf den Geist des Kosmos in gleicher Weise wirken?

Dann würde das bedeuten, dass die Probleme der Welt ihre Ursache im Geist haben. Also auch im Geist der Menschen. Alles nur eine Spiegelung des Denkens vieler im Außen? Ich tue mir schwer damit, diese Annahme mit ‚nein‘ zu beantworten. Das zu tun widerspräche allem, wovon ich überzeugt bin. Und ich erinnere mich noch zu gut an meine systemische Ausbilderin Ilse Kutschera, als sie sagte, dass jede Krankheit psychosomatische Ursachen hat.

Einem Menschen würde man empfehlen, die Welt seiner Gedanken in Ordnung zu bringen. Dass da ein unmittelbarer Zusammenhang besteht, lässt sich nicht mehr bestreiten, die Frage ist nur, wie weit das geht. Also hier letztlich nicht wirklich relevant. Ist also die Krankheit der Welt letzten Endes vielleicht eher ein geistiges Problem der Menschen, mehr als wir uns vorstellen können?

Nun gehen ja die meisten Menschen davon aus, dass sie selbst sich auf dem richtigen Weg befinden und nur die anderen ein Problem haben. Heißt das jetzt, dass sie sozusagen ihr Schäfchen im Trockenen haben und nichts zu tun brauchen? Ich denke definitiv nicht! Wenn die Menschheit sich den Ast absägt, auf dem sie sitzt, dann werden alle abstürzen. Wirklich alle. Also kein Grund sich entspannt zurückzulehnen.

Sondern ernsthaft darüber nachdenken, was man tun kann.

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