Zurück in die Zukunft!

Geht das überhaupt?

Das habe ich mich gerade gefragt, als ich auf YouTube das Video Lokalisierung: Multiplikator von Lösungen anschaute. Da wurde unter anderem gesagt, dass das Problem an der Misere der Welt die globale Wirtschaft sei und wir mit unseren Steuern riesige Konzerne subventionierten, wohingegen lokale Firmen zerstört würden.

Diese Aussagen waren wie ein Sandwich eingepackt in die Schilderung der Lebenswünsche und die konkreten Lebenssituation der Menschen einerseits und andererseits in den Auswirkungen dieser Wirtschaft.

Und genau damit tue ich mir verdammt schwer. Nicht mit dem oberen Teil oder dem unteren Teil des Sandwichs, da gibt es nichts zu sagen, das ist so. Nur, stimmt auch die Schuldzuweisung? Wäre die nämlich falsch, dann wäre das Ganze wohl zum Scheitern verurteilt. Knapp daneben ist eben immer noch daneben. Ich will mal hinten anfangen.

Subventionierung. Tun wir das wirklich? Nein, tun wir nicht. Fakt ist, dass viele Konzerne die nationalen Steuerregelungen nutzen. Und das ganz legal. Fakt ist, dass die einzelnen Nationen sich gegeneinander ausspielen lassen. Wie übrigens auch im Kleinen die eine Kommune gegen die andere ausgespielt wird. Das ist nicht Schuld der Konzerne, sondern gehört erst einmal in die Verantwortlichkeit des Gesetzgebers. Und da wir eine Demokratie haben, geht die Macht vom Volk aus. Schließlich haben wir ja auch VolksVERTRETER.

Und damit ist der Schwarze Peter beim Volk. Was aber könnte das Volk tun statt zu jammern und zu klagen? Also steht hier die erste Aktion zur Debatte: Leute, tut Euch endlich zusammen und haut Euren Vertretern auf die Finger!

Dann die Wirtschaft. Wenn mir Amazon, Siemens, Müller Milch oder Nestlé nicht passen, kaufe ich einfach nichts von denen. Punkt. Also ist doch die nächste Frage, was diese Konzerne ohne ihre Kunden wären? Ich höre schon den Aufschrei, wenn Amazon nicht mehr so günstig wäre, nur weil die Steuern bei uns zahlen müssten! Nächste Aktion: Leute, überlegt bei wem Ihr einkauft!

Dann noch einmal Wirtschaft. Es gibt ja keine Unternehmen, sondern nur Gruppen von Menschen, die zusammen arbeiten. Also arbeitetet einfach nicht mehr bei Amazon oder wem auch immer, wenn euch nicht gefällt, was die machen. Und jetzt komme mir keiner mit dem Gefangenendilemma! Das funktioniert nur dann in die falsche Richtung, wenn die Einzelnen egoistisch denken. Denken sie hingegen im Interesse aller, dann ist alles gut. Also bitte keinen Egoismus mehr! Nicht an sich denken, sondern an das Ganze!

Ich halte es nämlich für eine Illusion, die Globalisierung der Wirtschaft verhindern zu können. Den Zug hält niemand mehr auf. Das ist Wunschdenken. Lieb gemeint, aber ineffektiv. Nein, man muss von der Globalisierung ausgehen. Ist ja auch richtig, wenn die Welt Eines ist! Was man aber kann, das ist die Strukturen zu ändern. Statt an sie zu glauben, so wie Steven Harrison in ‚Was kommt?‘ es umschreibt.

Der hat nämlich geschrieben, dass sich eine Firma selber (!!) transformieren könne, indem sie ihre eigene Realität mit ihren Einschränkungen hinter sich ließe. Weder die Firmenstruktur steht dem im Weg noch das Individuum, dem die Firma gehört. Was die potenzielle Transformation unmöglich macht, ist der Glaube an die Realität dieser ineinander verflochtenen Struktur!

Und es sind die Menschen, die an diese Strukturen glauben! Konzerne können nicht glauben, das sind nur rechtliche Konstrukte auf dem Papier. Papiertiger, ohne reale Wirklichkeit. Die Menschen muss man erreichen! Darum geht es. Und zwar alle, wie Viktor Frankl sagt.

Und damit komme ich zum Punkt: Leute, macht es endlich! Lebt, was richtig ist! Und hört auf, auf die anderen zu schauen.